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Comedy:
BÜLENT CEYLAN
“Kebabbel
net!”
Fr., 12.02.2010, Neues Gymnasium Oldenburg, Alexanderstr. 90
Beginn: 20 Uhr / Einlass: 19 Uhr

Freitag,
12.
Februar 2010 - Beginn: 20 Uhr /
Einlass: 19 Uhr
Klartext reden seine Figuren schon immer
gerne, denn was viele Zuschauer im ersten Moment als wohlgemeintes
belangloses Gebabbel empfinden, erweist sich als hintersinniger und
provokanter als von den, auf der Bühne versammelten Typen, alle
dargestellt von Bülent Ceylan, zu vermuten war. Jetzt präsentiert
Bülent sein neues Werk und mischt dabei in seinem bewährten Konzept
wieder absolut Frisches mit anerkannt stabilen Grundlagen seiner
vorhergehenden Programme.
Die Fälle mit denen sich Bülent’s Figuren diesmal beschäftigen
müssen, ändern sich allerdings und zumindest bei der
dialektgeplagten Anneliese dreht es sich ja sowieso eher um die eher
flauschigen Felle, die sie und ihr permanent „meinender“ Gatte im
familieneigenen Pelzhaus feilbieten. Anders wenn unser aller Freund
Harald babbelt. Da ersetzt ein Brummen eine ausführliche bedenkliche
Meinung oder ein kurzes „Jou!“ die ansonsten in der Republik
verwendete Formulierung: „Also ich bin der Ansicht, dass wir deinem
Vorschlag folgen können und die Durchführung der geplanten Aktion
auf diese Weise von statten gehen lassen können!“.
Gibt Hasan etwas von sich, dann ist es sicherlich nichts
Materielles. Das was aber verbal in seiner unnachahmlichen Wortwahl
auf uns einstürzt, fönt uns auf direktem Weg das Gehirn, verwirrt
uns und ihn und lässt uns innerhalb von Sekunden unseren und leider
auch seinen Mund offen stehen. Der türkische Gemüsehändler Aslan
bewegt sich aufgrund seines fortgeschrittenen Alters naturgemäß in
anderen Wissens- und Weisheitsregionen wie der Rest der Ceylan’schen
Protagonisten und findet dadurch wesentlich leichter Halt in den
Stürmen dieses unseres Lebens. Dort wo wir uns längst verloren
hätten, hat er schon den Kopf aus der Schlinge gezogen und das Seil
an den Meistbietenden versteigert.
„Manitu sei’s getrommelt und geklagt!“ lautet der neuzeitlich
abgewandelte aber dennoch weise Wahlspruch des einzigartigen
Schamanen Karl-Heinz Huck. Nur minimal folkloristisch angehaucht,
dafür aber vehement auf angeblich übernatürliche Kräfte beharrend
nimmt er sich auch diesmal wieder unlösbare Probleme vor. Die beiden
bereits bei „halb getürkt“ etablierten Pausen-Opas, die im Stile der
beiden Alten aus der Muppet-Show, das Gesehene und das Vermutete
kommentieren, nehmen im neuen Programm die eventuell ungeliebte
Titelrolle wahr und bringen mit ihrem Gebabbel einiges auf den
Punkt, was uns sonst eher auf die Palme bringt. Endlich zurück auf
der vakanten Position der Scharlatante von nebenan, beschäftigt die
ehemalige Gräfin Erika sich und uns mit dem weiten Thema der
esoterischen Lebensberatung.
Mompfred Bockenauer, Hausmeeschder im oftmals kaum zu bändigenden
Konglomerat an Typen und Passionen, besteht weiterhin auf seinem
Anspruch auf Zucht und Ordnung. Da wird gepoltert, gegrölt und
genuschelt was das Zeug und das Gebiss gerade noch so hält und wenn
wir alle ganz brav sind, dann dürfen wir wiederkommen.
Genau das ist es aber, was sich die meisten Menschen wünschen, die
Bülent Ceylans vorherige Programme kennen. Nicht ohne Grund werden
gerade die besondere Wandlungsfähigkeit des Mannheimer Comedians und
die außergewöhnliche Gagdichte seiner Aufführungen als wichtigste
Argumente bei der Beurteilung seiner Aufführungen genannt. Sicher
gestellt ist dadurch aber auch, dass sich so mancher Lachanfall
genüsslich auf dem ein oder anderen Zwerchfell räkeln wird und die
gespeicherten Eindrücke in den Mundwinkeln für tagelange
Nachwirkungen sorgen werden.
Am Freitag, den 12. Februar 2010 gastiert Bülent Ceylan mit seinem
aktuellen Programm “Kebabbel net!” im Neuen Gymnasium in
Oldenburg. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen,
telefonisch unter 0421 / 36 36 36 sowie im Internet unter
www.mitunskannmanreden.de. Beginn ist um 20 Uhr. Der Einlass erfolgt
ab 19 Uhr.
Website:
www.buelent-ceylan.de
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